Ich maag aber nicht

Schreibunlust

 

Ich drücke mich vorm Schreiben. Besonders nach einem Arbeitstag möchte ich nicht mehr an den iMac. Ich möchte ins Fitnessstudio oder Radfahren, weil ich Stress aubbauen will. Ich möchte Yoga machen, weil mir vom Sitzen alles weh tut.

Die virtuelle weiße Seite nervt mich, weil sie weiß ist und ich sie nicht vollkritzeln kann während ich darüber nachdenke wie eine Szene weitergeht. Die 1000 offenen Tabs des Internetbrowsers schreien nach Aufmerksamkeit, mein Schreibtisch ist im Chaos versunken (kreatives, lüge ich mich an. Ich brauch das alles, das ist Recherche. Haha.).

Oh und die Batterie der Tastatur ist auch fast leer, warnt mich mein Mac. Herrjeh. Schnell ausmachen, solange das noch geht und neue Batterien laden.

Kreativ bin ich ja, beim Vermeiden. Da fällt mir der Boden auf, der mit Katzenstreu übersäht ist (wie einem das plötzlich auffällt). Die quengelnden Verursacher des Ganzen wollen Aufmerksamkeit in Form von Snacks. Die Blumen, ach die muss ich gießen. Und ich weiß eh nicht was ich schreiben soll.

Das heisst, ich muss mich überlisten, denn ich fühle mich schlecht, wenn ich das Kästchen im BuJo nicht ausmalen kann, neben dem steht: schreiben. Und ich weiß ja auch was ich schreiben will. Eigentlich.

Und da kommt mir meine latente Neigung Notizbücher zu horten genau recht. Denn handschriftlich geht immer. Ob das daher rührt, dass ich seit 25 Jahren Tagebuch führe? Oder liegt es daran, dass ich gemütlich auf der Couch oder dem Balkon lümmeln kann, während die linke Hand mit der Katzenangel wedelt und die rechte kritzelt? Was auch immer der Grund, es ist mein Trick 17. Und wenn es nur eine Seite ist, die ich vollschreibe, aber es ist eine Seite, kein weißes Etwas mit blinkendem Cursor.

Der einzige Haken: ich schiebe das Eigentliche nur heraus. Letztendlich muss ich abtippen. Aber das fällt dann auch leichter, da ich dabei dann den Fernseher laufen lassen kann oder Musik höre und mich nicht so sehr auf den Inhalt konzentrieren muss. Ge-edited wird ja eh später. Und außerdem weiß ich, dass ich bereits geschrieben habe. Es fühlt sich dann weniger nach Zwang und Arbeit an, irgendwie.

Was ist denn euer Trick, um die Muss-ich-wirklich?-Problematik zu überwinden? Oder habt ihr die garnicht?

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Blogaktion: Follow Friday

 

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Von Sonja von A Bookshelf Full Of Sunshine ins Leben gerufen, von FiktiveWelten mit neuem Logo fortgeführt. 

Die BlogAktion dient der munteren Kommunikation unter Bloggern, einem guten Netzwerk und soll vor allem Spaß machen. 

Laufzeit der Frage: Freitag bis Donnerstag. Regeln. Keine Anmeldung nötig.

 

Mein erstes Mal, dass ich am Follow Friday teilnehme und das ist die Frage:

Mit welchen Themen kannst du in einem Buch wenig bis gar nichts anfangen? Gibt es etwas, was du nicht lesen möchtest?

Also, dann mal nachdenken. Ich lese ja alles ziemlich querbeet. Aber was ich so gar nicht mag (und das obwohl ich mich bei TV Serien ja als leidenschaftlicher Shipper aller zum scheitern verurteilter OTPs  wiederfinde) ist das zum einen, die Liebesgeschichte. Ich schreib das auch nicht gern. Sobald es irgendwie schnulzig wird oder eine Frau nem Kerl hinterherjammert usw bin ich raus. Das war damals bei Bridget Jones schon so (die Filme find ich mitlerweile aber klasse), das ist eigentlich immer so. Mary Sue-Charakterinnen gehen auch gar nicht. Ob FF oder Roman. Ich mags nicht.

Womit ich mich ebenso schwer tue: Krimis/Thriller. Ob das Sherlock Holmes Fälle sind (die sehe ich auch lieber im TV) oder The Girl with the Dragon Tattoo (ich hab recht zügig aufgegeben, ich war so gelangweilt)…ich habs nicht so damit. Erstens, ich komm eh nie drauf wers war, zweitens muss ich mich echt zusammenreißen nicht zum Schluss zu blättern. ich bin fasziniert von Agatha Christie und dem schieren Volumen an Romanen, die sie geschrieben hat und irgendwie mag ich Poirot sehr gerne, aber das Genre an sich…nicht meins.

Meistens, aber nicht immer, tue ich mir auch mit Horror schwer. Aber das kommt stark auf die Sprache an irgendwie. Stephen King geht nur auf English. The Strain fand ich schrecklich langweilig und habs aufgegeben.

Mh, ich denke das war meine spontane Liste.